Idee, Drehbuch und Regie — Karel Koula
Kamera — Ota Hádek, Jiří Zeiner
Schnitt — Andrea Folprecht
Kreativgruppe von Alice Nemanská und Helena Slavíková
Darsteller — Roman Zach, Monika Černošková, Marta Vančurová, Jan Bidlas, Martin Matejka, Miroslav Drábek, Karel Zima, René Dubovský, Jarmil Škvrna, Vasil Fridrich, Jaroslav Albín Procházka, Martin Kubačák, Pavel Jurda
Jahre später trifft sich eine Jungenklasse in einer Wohnung wieder. Die ehemalige Klassenlehrerin (Marta Vančurová) kommt dazu. Niemand ahnt jedoch, dass der Gugelhupf, den die Freundin der Hauptfigur gebacken hat, eine gewisse halluzinogene Mischung enthält. Die Party gipfelt in der kollektiven Vergewaltigung der Lehrerin. War es Wirklichkeit oder eine Vision? Und wie wird unser „Held“ damit fertig …?
Das Fernsehspiel Totem, Tabu und Engel entstand als Abschlussarbeit des vierten Jahrgangs am Lehrstuhl für Regie der FAMU.
Bestimmt von der Einheit von Zeit, Ort und Handlung folgt die Geschichte einem Tag im Leben eines jungen Mannes und seiner Beziehung zu seiner Freundin, zu Gleichaltrigen und zu persönlichen wie unpersönlichen Autoritäten (Eltern, Lehrer, Moral, Gott). Im Zentrum stehen ein Abiturklassentreffen Jahre später und ein Gugelhupf.
Das Streben nach Perfektion in der Arbeit, auf das Leben übertragen, droht in kalte Überheblichkeit, Heuchelei oder Intoleranz umzuschlagen. Der Film beschäftigt sich außerdem mit der Spannung zwischen Autorität und Natürlichkeit, Gott und Sexualität, gesellschaftlichen und persönlichen Ritualen. Er ist teilweise von Sigmund Freuds Totem und Tabu inspiriert.
FAMUFEST · Tschechien