Der Dokumentarfilm entstand als Geschenk des Tschechischen Fernsehens an das Jedlička-Institut zu dessen hundertjährigem Bestehen. Er fragt, was für eine Einrichtung das ist, wie sie sich in hundert Jahren verändert hat und was sie den Menschen, die durch sie gegangen sind, gegeben – und genommen – hat.
In knapp einer Stunde begleiten wir alltägliche, heitere, komische, peinliche und außergewöhnliche Situationen einiger Menschen, die mit dem Institut verbunden sind, das alle nur „Jedle“ nennen (tschechisch für „Tanne“). Die kleinen Geschichten gipfeln in einer Hochzeit und einer Geburt, und durch sie öffnet sich das Thema Liebe – Freundschaft, Partnerschaft, Elternliebe, die Liebe zur Jedle und zum Leben.
Der Film ist aus der Perspektive eines Rollstuhlfahrers gedreht; die Geschichte des Instituts, die eine absurde Zeit und Gesellschaft des 20. Jahrhunderts spiegelt, wird mit Kinderaugen betrachtet. In einer witzigen und stellenweise rauen Collage verbindet sich Lachen mit Melancholie und Nostalgie.
Statt Gefühlsduselei und emotionaler Erpressung durch zutiefst menschliche Geschichten setzen die Autoren auf Humor und Liebe in allen möglichen Formen. Es ist ein Film über Menschen, die „nicht mehr so tun müssen, als wären sie nicht da“, und über ein Leben, in dem sie nicht einmal der Rollstuhl am Abheben hindert.
Internationales Dokumentarfilmfestival Ji.hlava · Tschechien